Vermeide die Verwendung von allgemeinen Wörtern wie „einfach“, „wichtig“. Schreibe also nicht: „Es war nicht einfach, hierfür eine Lösung zu finden“, sondern: „Lösungswege aufzufinden, erwies sich als kompliziert.“ Schreibe nicht: „Es ist (wirklich) wichtig, zunächst spezifische Begrifflichkeiten zu klären.“, sondern: „Es ist bedeutsam, zunächst spezifische Begrifflichkeiten zu klären.“
Verwende keine subjektiven Wörter, etwa „natürlich“, „logischerweise“, „wirklich“, „wunderbar“, „super“, „extrem“, „voll“, „unglaublich“. Was für Dich „natürlich“, „logisch“ etc. ist, etwa an einem Sonnentag ein Eis zu essen, legt die Leserin/der Leser Deiner Arbeit unter Umständen anders aus ‒ manch einer bleibt dann lieber zu Hause und liest ein Buch:) Diese Begriffe sind daher ersatzlos zu streichen. Bitte nutze stets neutrale Formulierungen.
Verwende keine Verniedlichungsformen, sog. Diminutive, mit der Endung -chen, -klein, also etwa „Bäumchen“ für „ein Baum mit geringer Höhe“ oder „Männlein“ für „kleiner, schmächtiger Mann“.
Eine wissenschaftliche Arbeit beruht ‒ das sagt der Name ja bereits ‒ auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, weshalb die Formulierungen stets objektiv sein sollten. Jegliche Emotionalität ist zu vermeiden, z. B. auch das Setzen von Ausrufezeichen. Und wenn es Dir noch so wichtig ist! Auch ist so genau wie möglich zu formulieren, also nicht: „An der Studie haben ziemlich viele Probanden teilgenommen.“, sondern: „An der Studie haben 165 Probanden teilgenommen.“
Vermeide „man“-Formulierungen, das ist zu allgemein gehalten. Also nicht: „Im Rahmen einer Studie hat man festgestellt …“, sondern: „Müller und Maier (2014) haben in ihrer Studie festgestellt, dass …“
